Angebote: Nachhaken oder nicht?

Richtiges Nachfassen bei Angeboten

Das Angebot ist erstellt, verschickt - und nun? Der Kunde meldet sich nicht. Hat er das Angebot erhalten? Gerade keine Zeit? Muss er sich mit seinem Vorgesetzten abstimmen?

Grundsätzlich: Natürlich ist es vollkommen in Ordnung, eine Reaktion erhalten zu wollen. Du hast Dir schließlich viel Mühe gemacht und Zeit für das Angebot genommen. Bleib also selbstbewusst und mach Dir klar, dass im Rahmen eines guten Projekts beide Seiten etwas voneinander wollen, Du bist kein Bittsteller!

Oft wird also empfohlen, nach dem Angebotsversand angemessen nachzuhaken - das so genannte Follow up. Aber was genau ist angemessen? Tatsächlich die häufig empfohlenen drei Tage nach Versand? Eine Woche, oder zwei? Und wie oft sollte der Dienstleister sich "vertrösten" lassen ("Vielen Dank für Ihr Angebot, ich muss das noch intern besprechen und melde mich dann.")?

Hier ist einerseits Fingerspitzengefühl notwendig und es gibt vermutlich keine allgemein gültige Daumenregel. Für den einen Empfänger sind 10 Tage vielleicht zu kurz, weil er gerade im Urlaub war und sich daher nicht um das Angebot kümmern konnte. Der andere Interessent testet Deine Service-Qualität: "Hm, der Anbieter fragt ja gar nicht nach - ob der wirklich Interesse an mir und meinem Projekt hat?", und der Dritte fühlt sich von zu häufigen Follow-ups in einem fordernden Tonfall möglicherweise zu Recht bedrängt.

Und oftmals drückt sich über die Häufigkeit des Nachfassens und der Formulierung der E-Mail auch aus, wie nötig der Anbieter diesen Auftrag hat. Das ist natürlich eine willkommene Information für den Auftraggeber und mag zu weiteren Preisverhandlungen motivieren.

Grundsätzlich solltest Du jedes Angebot mit einer Bindungsfrist versehen ("An dieses Angebot halte ich mich bis zum 15.01.2020 gebunden"). Das bedeutet, dass Dein Angebot in dieser Form danach nicht mehr gültig ist. Punkt. Bleib dabei! Notfalls kannst Du ein neues Angebot (mit einer neuen Frist!) erstellen, einen höheren(!) Preis verlangen oder - je nach aktueller Auslastung - den Auftrag erst zu einem späteren Zeitpunkt durchführen. Wähle die Frist nicht zu lang, für die meisten Entscheidungen sollten 14 Tage bis maximal 4 Wochen absolut ausreichend sein. Wenn der Empfänger merkt, dass Du dich wirklich an die Gültigkeitsdauer Deines Angebots hältst, ist das schon mal ein Punkt für Dich.

Und natürlich musst Du sicher sein, dass der Interessent Dein Angebot wirklich bekommen hat. Häufig werden Angebote per E-Mail mit PDF-Anhängen verschickt. Es gibt zwar einige Mailprogramme, die eine Lesebestätigung ermöglichen, aber vollkommen zuverlässig ist das nicht. Ab dem Zeitpunkt des Erhalts läuft dann die Bindungsfrist, innerhalb derer der Empfänger Dein Angebot annehmen oder ablehnen kann.

Und dann gibt es noch die Sichtweise, dass Nachfassen überhaupt keine Option ist. Du drängst Dich auf, disqualifizierst Dein Angebot stellst Dich als jemand dar, der unsicher über sich und seine Dienstleistung ist. 

offertum.de hilft Dir dabei, die Kommunikation rund um Angebote zu verbessern. Du weißt genau, wann Dein Angebot gelesen wurde und der Empfänger wird bis zum Ablauf des Angebotes daran erinnert, dass er sich darum kümmern sollte.

Zurück